• Wilde Lustigkeit, gefolgt von jäher Trauer

    "Hoffmann's Erzählungen" von Jacques Offenbach

    An der Komischen Oper Berlin in der Behrensstraße wird derzeit "Hoffmann's Erzählungen" gegeben. Von Jacques Offenbach. Komponiert 1880, im Jahr seines Todes. - Eine eindrucksvolle Aufführung. Ein kurzes Video von dieser lebendigen Aufführung gibt es auch auf der Netzseite der Komischen Oper Berlin (unter "Videos").

    Es ist eine Oper, die eigentümlich berührt. Und das arbeitet diese Inszenierung sehr gelungen heraus, trotz mancher unnötiger Übertreibungen, was "Aktualisierungen" betrifft. Als ein Beispiel aus dieser Oper soll hier das "Lied vom Kleinzack" ("Lied vom Kleinzach") gebracht werden.


    Die vielleicht beste Aufnahme dieses Liedes im Netz derzeit ist auf Französisch. (Yt.) In dieser wird die aufwühlende Stimmung dieses Liedes vielleicht am besten wiedergegeben. Es gibt aber auch eine Aufnahme in deutscher Sprache, die recht gut ist. (Yt.)

    Das "Lied vom Kleinzack" ist jedenfalls kennzeichnend für die Stimmung dieser Oper insgesamt.

    Unter "Lies mehr" noch der Text des Liedes (von hier).

    => Lies mehr!

  • Oh, du eselhafter Martin

    Singt sich auch sehr gut ... (von Mozart). Und jetzt alle: "... oh, du martinischer Esel, du bist so faul als wie ein Gaul ..."

     

    (Naja, nicht gerade die beste Aufnahmetechnik. Und singt da nicht jemand etwas schief? Aber kommt es darauf an?)

    Und hier (Minute 2:35 - 3:40) "Bona nox", ebenfalls von Mozart.

  • "Herr Pater ..., ich mag das nicht ..."

    Peter Sloterdijk in einer Runde "drittklassiger Figuren" ;-)

    Manchmal macht man im Netz so Zufallsfunde. Da stößt man z.B. auf ein Talkshow-Video mit dem Titel "Philosoph zeigt Nerven und geht". Das weckt natürlich zunächst einmal Interesse. Und um wen handelt es sich? Viel Geduld muß man haben, bis man es erfährt, denn erst am Ende der 8. Minute meldet sich dieser Philosoph zu Wort - ach ja, Peter Sloterdijk:

    "Herr Pater, wir haben uns hier zusammen gefunden, um über Globalisierung zu reden. Und Sie machen hier so'n Wirtschafts-Stammtisch daraus. Ich mag das nicht. Muß ich Ihnen offen sagen. Das ist einfach unangenehm."

    - Reaktion seiner Gesprächspartner: "Das ist doch jetzt so eine emotionale Äußerung ..." - Sloterdijk:

    (...) "Ach, hören Sie doch auf. Nein, es reicht mir. Mit solchen drittklassigen Figuren mag ich nicht zusammen reden. Auf Wiederseh'n, Wiederseh'n. Wenn Sie solche Figuren hier einladen, dann ist doch alles vorbei."

    "Dann ist doch alles vorbei." - Schon zehn Jahre her.
  • Ännchen von Tharau

    Ein ganz guter Versuch eines Schulchores, "Mit Lieb bin ich umfangen" zu singen. (An einigen Stellen ein bischen zu schnell wie man finden kann - aber sonst schon ganz in Ordnung, oder?)

    (Hier übrigens der Text.) Aber --> hier eine vollwertige, gültige Wiedergabe des Liedes "Ännchen von Tharau".

  • Das Ostpreußenlied

    Musik ist ein wichtiger Teil des Lebens. Und zwar nicht nur passiv aufgenommene, sondern aktiv praktizierte. Das einfachste, Musik zu praktizieren, ist zu singen. Wie selten wird heute noch gesungen. Ein ganz und gar untragbarer Zustand, wie man finden kann.

    Hier auf dem Blog sollen ein paar Beispiele gebracht werden, wo Leute singen. Und zwar mehr oder weniger zeitlose, immer gültige Lieder, nicht bloß Gröhllieder, Schnulzen oder Ohrwürmer. Denn die Ohrwürmer eines Reinhard Mey, die neulich probeweise hier auf den Blog gestellt wurden, sie waren es besonders, die einen letztlich nicht mit dauerhafter Befriedigung zurückgelassen haben und die einen nun nach anderem fragen lassen - auch für Blogs.

    Wir fangen also hier mit dem Ostpreußenlied an, und zwar nicht in irgendwelchen theatralischen Chorfassungen, sondern gesungen von Leuten wie Du und ich.

    Das ist doch einfach nur schön, oder?

    (Hier der Text.) (Siehe zum Thema auch früher schon: Stud. gen..)

  • Travnicek und die Wahlen

    Auch die Wiener haben Humor ...

  • Tempelhof: Der Zaun muß weg

    Man will Häuser auf das ehemalige Flugplatz-Gelände bauen, deshalb soll der Zaun nicht abgebaut werden. Das Spielchen ist sehr durchsichtig. Dabei hat die Abstimmung in Tempelhof ergeben, daß die Bürger die Erhaltung des Flugplatz-Geländes im unbebautem Zustand wünschen. Nur wollen sich die maßgebenden Stellen nicht an den Bürgerwillen halten. - Gut, daß wir Berliner uns das nicht gefallen lassen. Das Video ist schon ein paar Wochen alt. Aktuellere Auskünfte --> hier.

  • Der Vatikan - ein Historienspektakel

    Die Video's auf der Youtube-Seite des Vatikans muten oft an wie herrliche Mittelalter-Historienfilme. Wenn man sie als solche ansieht, sind sie herrlich. Diese Prachtentfaltung!

    Aber verrückt auch immer das Sprachproblem, das der Vatikan hat. Ein italienisch sprechender deutscher Papst wirkt irgendwie befremdlich und macht einem diese ganze Institution erneut um einiges fremder.

    Auf den Mittelaltermärkten und -festen im Sommer machen viele Leute in Deutschland übrigens ähnliches wie Herr Josef Ratzinger. Er sollte einmal eine Grußbotschaft auch an sie richten! ;-)

  • Video - "Was ist Evolution?"

    "Studium generale" im Interview

    Im Januar bot die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die frühere berühmte Preußische Akademie der Wissenschaften, in Berlin eine sehr gute Veranstaltung an. In ihrem Akademie-Gebäude am Gendarmenmarkt unter den Auspizien Friedrichs Schillers (siehe Bild).

    Titel war: "Die Evolution empfängt ihre Kinder". "Studium generale" berichtete. (---> 1, 2) Ausgewählte Besucher wurden dort von Studierenden der Mediendesign Hochschule Berlin für einen kleinen Film befragt. Man sollte "ganz spontan" einige einfache Fragen vor der Kamera beantworten. (Regie: Carsten Dapper).

    Nach dem Motto: "Was ist Evolution?". ("... Da stelle mir uns mal janz dumm ...") Falls richtig erinnert, waren weitere Fragen dem Sinne nach: "Was bedeutet Evolution für Sie persönlich?" Und ähnliche Dinge.

    Der aus den gewonnenen "Ergebnissen" zusammengeschnittene Filmclip ist nun im Netz zu finden. (--> BBAW) Sieben einhalb Minuten lang. Muß er einem geistreich vorkommen? Gewiß nicht. Ganz hübsch jedenfalls die unbekümmerten Kinder. Mit den Minuten 6:29 bis 6:35 und 6:04 bis 6:17 kann man sich ja einigermaßen identifizieren ... Aber der auch erfolgte noch konkretere Hinweis darauf, daß die Humanevolution weitergeht, wurde nicht gebracht.

    (Wird hier irgendwie nicht richtig angezeigt, man gehe bitte zur Originalseite ---> BBAW)

    - Aber ist da nicht auch kurz Sven Keßen ("Kamenin") von "Begrenzte Wissenschaft" zu sehen (Minute 3:20 bis 3:31)? Die Welt ist klein! - Die meisten Antworten sind dennoch geradezu rührend einfältig, zumal auch von seiten des älteren Personals ... Man hätte aggressivere und kontroversere Fragen stellen sollen.

  • "Die Täter sind unter uns" - Hubertus Knabe im Interview

    Ein wichtiges Interview bei 3sat.de findet sich hier:

    http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=5353&mode=play

    Sehr viel ist in diesem Interview auch über Gregor Gysi und dessen Stasi-Vergangenheit die Rede. Hubertus Knabe (siehe Bild links) sagt, er habe sich, während er sein Buch "Die Täter sind unter uns" geschrieben habe, für das Land, in dem er lebt, geschämt.

    Knabe (geb. 1959) hat auch eine interessante Biographie. (Wiki.) Heute ist er Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin.

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