szmmctag

  • "Und du willst gehen ..."

    "Nun soll die Zärtlichkeit wie Abendwind verwehn ..."

    Hape Kerkeling muss man gar nicht so schlecht finden als Sänger (JPC).

    Vor allem "Und du willst gehen ..." (Myvideo) kann einen doch ganz besoffen machen.

    Er singt es auf Deutsch (MyVideo) und spanisch. Zunächst die deutsche Version:


    Hape Kerkeling -- Und du willst gehn (Porque te va… - MyVideo

    Das Lied stammt aus den Jahren 1974 und 1976 (Wiki).


    Hape Kerkeling -- Porque Te Vas - MyVideo

    (Andere Version.) Hape Kerkeling singt auch andere schöne ("Komm ein bisschen mit nach Italien", "Schmidtchen Schleicher").

  • Leipzig - eine eindrucksvolle Stadt

    In der Messestadt Leipzig treffen wahrhaftig Gegensätze aufeinander. Zumindest heute. Da gibt es einerseits den kriegs- und völkermordverherrlichenden "größten Freimaurer-Tempel der Welt", genannt "Völkerschlachtdenkmal" von 1913. Und es gibt - - - Johann Sebastian Bach.

    Denkmal Johann Sebstian Bachs auf dem Thomaskirchhof vor der Thomaskirche in Leipzig

    Wem ist das Völkerschlachtdenkmal noch wichtig, wenn er sich auf die Bedeutung von Johann Sebastian Bach besinnt? Der Thomaskantor. Betritt man in Leipzig, nachdem man eine zum Teil sehr schön restaurierte, erhaltene historische Altstadt durchschritten hat, auf den kleinen, engen Thomaskirchhof, so ist man gleich gebannt von dieser eng begrenzten städtebaulichen Atmosphäre, der bürgerlichen architektonischen Enge und dem "Zusammenstehen" jener Zeit, in der Bach hier lebte. Und von hier aus, aus einer solchen äußerlich engen Begrenztheit heraus hat er sein Werk in der Musik geschaffen, das die Welt eroberte! Wie fallen da alle noch so riesig errichteten monumentalen Völkerschlachtdenkmäler ins Nichts zusammen.

    Das historische Wohnhaus Bachs direkt neben der Thomaskirche ist inzwischen durch einen neueren Bau ersetzt worden. Die Familie Bach war aber sehr gut befreundet mit der Familie Bose, die im gegenüberliegenden Haus gelebt hat. Das bezeugen noch erhaltene Geschenke der Anna Magdalena Bach für ihre Freundin von gegenüber mit freundlicher, warmherziger Widmung.

    Und hier im Bose-Haus ist heute das Bach-Museum eingerichtet. Gelegen gegenüber der Thomaskirche, ist es erst vor zwei Jahren neu durch den inzwischen zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler eröffnet worden. Das Museum ist dem dortigen Bach-Archiv ebendaselbst angeschlossen. Und in diesem Museum gibt es neben anderen Inhalten, die einen Bach, seine Familie und seine Zeit nahebringen, eine wirklich schöne Einrichtung. Nämlich ein "Hörkabinett", in dem man sich dem zuwenden kann, wofür Bach steht: Seiner Musik.

    Für Musikkenner mag das ja nichts Ungewöhnliches sein. Aber insbesondere für jene Menschen, die sich nur sporadisch einmal der Musik zuwenden oder die eher erst einmal darauf "gestoßen" werden müssen, ist dieses Hörkabinett insofern ein Fundus, weil man sich dort in digitalisierter Form jedes von Bach bekannte Werk anhören kann, sortiert nach Rubriken. Einfacher und zügiger kann man sich wohl kaum einen ersten groben- Ein- und Überblick verschaffen in und über das riesige Werk von Bach, als über dieses Hörkabinett.

    Als Interpreten der Orgelwerke von Bach hat man für dieses Hörkabinett durchgängig den Niederländer Ton Koopman (geb. 1944) ausgewählt. Offensichtlich besitzt also dieser Ton Koopman einen so anerkannten Ruf, daß er von den Mitarbeitern des Bach-Archivs als ein gültiger Interpret der Werke Johann Sebastian Bachs angesehen und ausgewählt worden ist. Und in der Tat läßt man sich auf seine Interpretationen gerne ein. Vielleicht geht es einem als Hörer selbst so, wie in einem Zeitungsbericht von 2007 über Koopman berichtet:

    Dieser vor Temperament stets überschäumende Mann brachte es fertig, die ihm anvertraute Musikerschar voll mit seiner Begeisterung für Bach und die "historische" Aufführungspraxis zu anzustecken.

    Aber um Ton Koopman zu hören, muß man nicht nach Leipzig fahren.

    Tatsächlich nach Leipzig fahren muß man, wenn man das Schiller-Haus im Stadtteil Mohlis besichtigen möchte. Schiller wohnte hier während eines dörflichen Sommeraufenthaltes bei einer Bauernfamilie, die dafür fast die Hälfte ihres bescheidenen Hauses zur Verfügung stellte. So kurz der Aufenthalt Schillers in diesem Bauernhaus auch gewesen sein mag, so ist die einstündige Führung durch den Museumsleiter jedem Leipzig-Besucher nur wärmstens zu empfehlen. So richtig "Leben" erhält das kleine Bauernhaus erst durch die Begeisterung des Museumsleiters für Schiller und seine Zeit. Und sich so mancher liebenswerter Details aus dem Leben Schillers zu erinnern, ist ebenfalls immer wohltuend, nicht nur "er-", sondern auch aufbauend.

    Hier schrieb Schiller sein "Lied an die Freude". Hier dichtete er am Don Carlos.

    Zum dritten ist unbedingt der Leipziger Zoo zu empfehlen mit seinem riesigen tropischen "Gondowana-Land" und noch mehr seinem "Pongo-Land". Man freut sich richtiggehend für und mit den hier lebenden Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans, in was für einer naturbelassenen Umgebung sie leben dürfen. - Ein Fest für Mensch und Tier. (Nur sollte man wegen des hohen Besucherandranges bei Sonnenschein die Feiertage meiden.)

  • "Das Schöne fiel tot nieder ..."

    ... und kehrt nicht mehr zurück."

    Mehrere zeitgenössische Kunstprofessoren haben sich ein Dorf im Havelland nördlich der Stadt Brandenburg ausgesucht, um dort ihr Rentenalter zu verleben.

    Sie konnten sich dort ehemalige Bauernhöfe kaufen, dieselben renovieren und richteten in den zugehörigen Scheunen ihre Ateliers ein. Nun ist es ein "Künstlerdorf". Die Bauern zwei oder drei Generationen zurück würden sich höchlichst wundern, würden sie heute auf ihre ehemals so würzig von Stallmist und Tieren aller Art stinkenden Höfe zurückkehren. Was würde der Urgroßvater oder die Urgroßmutter des Autors dieser Zeilen erst sagen? Diese Kunstprofessoren jedenfalls gründeten auch einen "Kulturverein", der nun in einer dieser ehehmaligen Scheunen eine "Internationale Kunsthalle" betreibt. Vor dieser liegt unter anderem, wuchtig in Metall gegossen, der Spruch aus:

    "Das Schöne fiel tot nieder und kehrt nicht mehr zurück."

    Ist dies das Leitwort dieses havelländischen "Künstlerdorfes", gelegen inmitten von Feldern und Wäldern, alten Havelarmen, verwunschener Feldeinsamkeit, der breit und gemächlich dahinfließenden Havel selbst, dem Flug der Libellen über das Wasser und unter dem Zug der Wolken ...?

    "Tage des offenen Ateliers"

    Einmal im Jahr feiert dieses Künstlerdorf - meistens um den 1. Mai herum - "Tag des offenen Ateliers". Und die einzige Dorfstraße, schön, breit, gemächlich, behaglich - wimmelt von Menschen. Und wenn man dann durch diese Ateliers zeitgenössischer Kunstprofessoren pilgert, wird man nur immer wieder an dieses eine Wort erinnert: "Das Schöne fiel tot nieder und kehrt nicht mehr zurück." Aber wenn all diese Kunstprofessoren so viel Häßliches in ihren Ateliers produzieren - warum ziehen sie dann überhaupt in ein Dorf im Havelland, das - zumal im Frühjahr - von Schönheit überschüttet ist? Müssen gerade sie da etwas - "kompensieren"?

    Würde ein solcher Spruch nicht viel besser plaziert sein in einem beliebigen der tausende von Straßenzüge eines solchen steinernen Großstadt-Gefängnisses wie dem von Berlin? Aber hier auf dem Land, inmitten der havelländischen "Serengeti", am Rande eines "Naturschutzgebietes von nationaler Bedeutung", wo man überall nur von Schönheit umflutet ist, wo es riesige Schwärme von Zugvögeln gibt und wo der Storch durch die Überflutungsgebiete schreitet? Dieser Spruch spricht doch ganz den Geist der Großstadt aus, der man entflieht, wenn man ein solches ländliches Dorf aufsucht.

    Und auffälligerweise sind auch die Gärten dieser Künstler - - - schön gestaltet und nicht häßlich. Man hält sich gern in ihnen auf. Fühlt sich zum Teil sogar an den Geist von Worpswede erinnert. Und auffälligerweise werden Ausstellungs-Eröffnungen in dieser Kunsthallte von seiten des dörflichen Chores von ausgesprochen schönen Frühlingsliedern begleitet, nicht von häßlichen. Warum stellen sich die Kunstwerke dieser zeitgenössischen Kunstprofessoren, die im übrigen rein menschlich ja alle ganz nett sind und äußerlich ganz unauffällig und unaufgeregt daher kommen, in so auffälligen Kontrast zu dieser sie umflutenden Schönheit? Wird man dazu Professor? Was haben diese Kunstwerke den Menschen zu sagen? - - -

    Ein wenig Kunst

    Fast ein ganzes Jahr lang hat sich auf unserem Blog, der gewiß kein ausgesprochener "Kunst-Blog" ist, als "beliebtester Blogpost" ein Beitrag gehalten, den wir nur einmal so ganz nebenbei und improvisiert erstellt hatten:

    Ein wenig Kunst (19.8.2010)

    Erst zum Zeitpunkt der Hochzeit des britischen Thronfolger-Paares vor einigen Wochen drängelte sich unser Beitrag über die Prinzessin Diana an die Spitze der beliebtesten Beiträge. Auch hier wieder erkennbar die Sehnsucht der Menschen nach Schönheit. (Könnte man den genannten Spruch etwa auf das Lebensschicksal von Prinzessin Diana gemünzt lesen?) Inzwischen jedenfalls ist der Leserschaft das Satanismus-Thema unseres Blogs noch wichtiger geworden, als Kunst und Prinzessin Diana, so daß der improvisierte Kunst-Beitrag derzeit nur noch auf Platz 4 der Beliebtheit steht. Offenbar erkennen immer mehr Menschen, daß man das moralisch Häßliche und Abstoßende bekämpfen muß, wenn man der Schönheit, die niemals tot sein kann, wieder Bahn schaffen will.

    Auf unseren Blogs haben wir aber in den letzten vier Jahren auch sonst mancherlei Beiträge über bildende Kunst gebracht. So über Raffael (Titelbild, Noch weitere Bilder von Raffael). So über die Künstlerstadt Bremen und das Künstlerdorf Worpswede (Künstlerstadt Bremen, Rainer Maria Rilke und Worpswede, "Niemand hat größere Liebe ..." - Das Kunsterlebnis Worpswede). So über den oft geradezu abstoßend herben Maler und Grafiker Heinrich Otto, einen Bauernsohn aus dem Bauerndorf Wernswig in Nordhessen, wo der Autor dieser Zeilen aufgewachsen ist:

    Vorgestellt: Der Maler und Grafiker Heinrich Otto (1858 - 1923)

    Der Maler und Grafiker Heinrich Otto (1858 - 1923) - 2. Teil

    Der Maler und Grafiker Heinrich Otto (1858 - 1923) - 3. Teil

    Der Maler und Grafiker Heinrich Otto (1858 - 1923) - 4. Teil

    Der Maler und Grafiker Heinrich Otto (1858 - 1923) - 5. Teil

    Und so noch manche anderen Beiträge (Der tschechische Maler Max Svabinsky (1873 - 1962), Picasso in Äthiopien, Picasso in Äthiopien (II), Berlin praßt und wuchert ... (Teil 1), (Teil 2), Ein moderner Mensch im Hochmittelalter, Vorgestellt: Bildhauer Berthold Müller-Oerlinghausen (1893-1979). Können wir angesichts dieser Beiträge einem Satz zustimmen wie diesem: "Das Schöne fiel tot nieder und kehrt nicht mehr zurück" - ?

    Nein. Welch ein abstoßender Pessimismus. So mancher märkische Otto Normalbürger wird vor so manchem in diesem märkischen Künstlerdorf ausgestellten Kunstwerk einigermaßen verständnislos stehen und sich die erläuternden Reden dazu nur mit Verwunderung und Verständnislosigkeit anhören können. ... Und man möchte kein Landrat sein, der bei einer Ausstellungseröffnung verständnisvoll und interessiert zu all dem mit dem Kopf nicken muß. Kulturbewußtsein und Kulturförderung in Deutschland im Jahr 2011. In jenem Land, in dem doch schon Rainer Maria Rilke wußte, daß Kunst und Schönheit zwar Schmerz bereiten, aber niemals töten, sondern nur seelisch lebendig machen können ... Freilich, Kunst, und nicht etwas, das mißbräuchlich den Begriff Kunst auf sich anwendet.

  • Anständigkeit ist ein außerparlamentarischer Begriff

    Warum gibt es nur Schweige- und keine Lachminuten im Bundestag?

    Die Plagiatsaffäre um von und zu Guttenberg ist ein weiterer Schritt in der umfassenden Demoralisierung unserer Gesellschaft und Politik. Denn jeder weiß: Hätte es sich um einen SPD-Minister gehandelt, hätte die SPD geschlossen hinter ihm gestanden und die CDU ihn - lauwarm - angegriffen.

    Anständigkeit ist ein vor- und außerparlamentarischer Begriff. Zudem einer aus früheren Jahrhunderten. Wäre es anders, hätte der Bundestag geschlossen einfach nur einmal eine lautstarke Lachminute angesetzt und Herr von und zu Guttenberg wäre das letzte mal in Berlin vor Kameras und Mikrophonen oder an Rednerpulten oder hinter Kränzen gesehen worden.

    Soll Verteidigungsminister zu Guttenberg zurücktreten?

    Ja: 69,9 % - Nein, aber den Titel abgeben: 7,64% - Nein: 21,7%  - Dazu habe ich keine Meinung: 0,7%

    Insgesamt wurden 4397 Stimmen abgegeben.

    Nach Vervielfachung der Abstimmenden hat sich also das Ergebnis von vor drei Tagen noch deutlich verschärft. Sind da Zweifel an all den "offiziellen" Umfragen nicht angebracht? Übrigens auf MSN.de sogar 73 % für den Rücktritt.

    Soll Verteidigungsminister zu Guttenberg zurücktreten?

    Ja: 60,87% - Nein, aber den Titel abgeben: 11,68% - Nein: 25,95%  - Dazu habe ich keine Meinung: 1,50%

    Insgesamt wurden 736 Stimmen abgegeben.

  • Deutsche Kriegsbefürworter korrupt bis ins Mark

    Ein Lügenbaron und seine Kumpane

    ... der Gerhard Schröder und seine "lupenreine Demokraten" ...

    ... der Joschka Turnschuh Fischer und diverse Mordanschläge in seiner "Jugend" ...

    ... der Baron von Guttenberg und sein großes deutsches Vorbild, der Baron von Münchhausen ...

    So korrupt muß man offenbar sein, wenn man heute in Deutschland an führender Stelle zu Kriegsbefürwortern gehört. Weil kein normaler, anständiger, weniger korrumpierter Mensch sonst offenbar noch in dieser Weise Kriegsteilnahme befürworten würde.

    Ja, und wir lechzen nach dem Lügenbaron als Kanzler. Wir lechzen nach ihm. Wär doch mal "ganz- was-Neues"!!!!!

     

    Und deshalb ist genau diese Aussage richtig:

     

     

     

     

     

     

  • Und jetzt alle: "... Theo, Theo ..., der Fußnotenentferner, da hilft nicht mal mehr der Kerner, ... Theo, Theo ..."

    Der Guttenberg halt ...

  • Ehrliche Deutsche mit dem Namen Gutenberg schreiben sich nur mit einem T

    "... Revolution of written Word ... Ignorance is for the past ... "

    "The beginning of a new age, thanks to him, Gutenberg ..." - Schöne Form des Geschichtsunterrichts. Wichtig auch deshalb, weil: Ehrlichkeit in Deutschland muß man in früheren Jahrhunderten suchen.

  • "Alkohol? Kenn dein Limit."

    Ein bischen Christkatholisches zum Wochenausklang ...

    Einen Anachronismus konnte man jüngst auf dem rechtskatholischen Blog "Sezession" feststellen. Da hatte sich doch tatsächlich moderne Wissenschaft in diesen ansonsten so weitläufig-staubtrockenen Blog hineingeschummelt. Da war nämlich die folgende Anzeige geschaltet - ganz sicher nicht bewußt von den Machern dieses Blogs so beabsichtigt:

    Anachronistisch ist das deshalb, weil sich dieser Blog als "rechts", "konservativ" und "national" bezeichnet, sich aber das christliche Menschenbild durch Themen wie Genetik günstigstenfalls leicht ankratzen läßt. Anderes wäre ja auch viel z ugefährlich. Das ist ja auch notwendig, wenn man christkatholisch bloß-geisteswissenschaftlich vertrocknet bleiben will, so wie dort seit Jahrzehnten.

    Aber wie auch immer ...

    Noch einiges weitere Christ-Katholische zum Ausklang der Woche und zur Einstimmung der rechtskatholischen Studentenverbindungen auf ihre feucht-fröhliche Feiermentalität ...

    Daß Alkohol und Christ-Katholisches dumm macht, ist nämlich ein bloßes Gerücht ...

  • Zwei Menschen an der Natur

    Man liest manchmal völlig zu Unrecht vergessene Autoren. Und kann es dann nicht lassen, hier mal eine Leseprobe zu geben:

    O Natur!

    Personen: Er – Sie – Ein Holzknecht. Ort: Im Gebirge.

    Er: Wie das hier schon ganz anders riecht, Lizzi! A-ah! Endlich aus der Stadt in die Natur geflohen!
    Sie: Himmlisch!
    Er: Stelle dir vor! Der Schnee in unseren Straßen, schwarz, schmutzig, nass. Und hier blinkt und glitzert er.
    Sie: Er ist direkt keusch, finde ich.
    Er: Man denkt an Weihnachten, Christabend, an irgendwas Poetisches.
    Sie: Karl, du Guter! Nein, wie bin ich dir dankbar, dass du mich aus dem schrecklichen Trubel in diesen Frieden gebracht hast!
    Er: Nicht wahr?
    Sie: Weißt du, als ganz kleines Mädchen bin ich auch einmal im Winter auf dem Lande gewesen. Bei Großmama. Da weiß ich noch, wie da auch die Bäume verschneit waren und so merkwürdig aussahen.
    Er: Du bekommst förmlich große Augen, wie du das sagst, Lizzi!
    Sie: Es muss die heimliche Sehnsucht nach der Natur sein, die in einem lebt. Trotz allem, weißt du, Karl?
    Er: Ja, ja. Trotz allem.
    Sie: Nein! Sieh mal dort die große Tanne! Wie ein Ungeheuer sieht so ein Zweig aus. Wie was Lebendiges.
    Er: Wie ein Märchen. Sie: Die Natur ist doch das einzig Wahre!
    Er: Man sollte hier immer leben!
    Sie: Das wäre herrlich! Ich ließe mir einen großen Pelz dazu machen; weißt du, grünen Samt, mit Zobel besetzt, und innen auch Zobel, oder Seal.
    Er: Das sollte man tun, hier leben.
    Sie: Oder Skunks, Karl, obwohl ich eigentlich Skunks nicht sehr liebe.
    Er: Das würde sich schon finden.
    Sie: Und weißt du, eine Pelzmütze sollte ich haben. Ich habe vorgestern bei Bachmann eine entzückende Mütze gesehen.
    Er: Dieser Friede ringsum!
    Sie: Ich glaube, sie war aus Otterfellen und hatte vorne eine Agraffe, in der eine Reiherfeder steckte.
    Er: Sieh dort, Lizzi, wie die Bergspitze noch von der Abendsonne beschienen ist.
    Sie: Wun–der–voll! Weißt du, man könnte statt Reiher auch eine andere Feder nehmen. Meinst du nicht?
    Er: Ja – ja. Ich könnte hier stundenlang in den Anblick versunken stehen.
    Sie: Und ich möchte am liebsten durch den Schnee waten. Wie ein Schulmädchen, und ganz rote Backen davon kriegen.
    Er: Und nasse Füße, Liebling!
    Sie (enttäuscht): Das ist wahr!
    Er: Man müsste eben andere Schuhe tragen. Und sich überhaupt daran gewöhnen. Oh! Hier muss ein Mensch gesund werden!
    Sie: Ich fühle mich jetzt schon ganz anders.
    Er: Ich meine körperlich und geistig gesund werden. A-ah! Diese Luft! Diese Luft!
    Sie: Wie die Sonne verglüht! Das sollte man jeden Abend haben.
    Er: Und sich von dem Zauber der Natur umfangen lassen.
    Sie: Ich möchte am liebsten gar nicht mehr weg.
    Er: Weißt du was? Wir bleiben einfach morgen noch hier.
    Sie: Ach ja – das wäre himmlisch! Aber es geht nicht, Schatz. Ich muss morgen zur Schneiderin und dann sollen wir bei Hofrats Besuch machen und abends ist der »Rosenkavalier« und ...
    Er: Richtig, ja! Na, denn nich! Eigentlich ist es schade!
    Sie: Mir blutet ja das Herz, dass man sich von hier losreißen soll.
    Er: Mir auch. Diese Farben! Nein, diese Farben!
    Sie: Du, dort kommt ein Mann.
    Er: Er hat so was wie 'ne Säge umhängen. Das ist sicher 'n Holzfäller.
    Sie: Wie stilvoll er aussieht!
    Er (seufzend): Ach, wenn man auch so einer wäre! He, guter Mann!
    Holzknecht: Han?
    Er: Sie leben wohl immer hier heraußen?
    Sie: In der Natur?
    Er: Und wissen vielleicht gar nicht, wie beneidenswert Sie sind!
    Holzknecht: Am – – –! (Entfernt sich.)
    Sie: Wie? Was hat er gesagt?
    Er: Ach, so was ... so was Bäuerliches, was die Leute hier oft sagen. Nun wollen wir aber umkehren. (Bleibt stehen und atmet tief auf.) Nein! Diese Natur!

  • Hoppla, jetzt komm ich ...

    Wer "Flieger, grüß mir die Sonne" von Hans Albers recherchiert (siehe St. gen.), kann auch leicht über "Hoppla, jetzt komm ich" aus dem Jahr 1932 stolpern:

    (Aktualisierung: Zur Zeit im Netz offenbar nicht mehr verfügbar.)

    Statt "Du mußt ein Schwein sein auf dieser Welt", wie es die "Prinzen" heute singen, sang man damals also mit Hans Albers:

    Heut' muß ein Mann seinen Mann steh'n,
    wenn er was will und was kann.
    Heut' darfst du hinten nicht anstehn,
    sonst kommst du vorne nicht dran.

    Zeig', daß du auch auf der Welt bist.
    Nur immer ran an den Speck!
    Wenn dir die Straße verstellt ist,
    spring über alles hinweg.

    He, Achtung!

    Hoppla, jetzt komm' ich!
    Alle Türen auf, alle Fenster auf!
    Hoppla, jetzt komm' ich!
    Und wer mit mir geht, der kommt eins rauf.

    Einen Happen möcht' ich schnappen von der schönen Welt
    und das Leben mal erleben, wie es mir gefällt.
    He, Hoppla, jetzt komm' ich!
    Alle Türen auf, alle Fenster auf,
    und die Straße frei für mich!
    Alle Türen auf, alle Fenster auf,
    und die Straße frei für mich!

    Wenn du mal Glück bei den Frauen hast,
    fall mit der Türe ins Haus.
    Sonst bist du immer ein Zaungast,
    und mit dem Glück ist es aus!

    Wenn sich noch andere bewerben,
    musst du 'ne Lippe riskieren
    Dann können die nichts mehr erben,
    dann können die nur verlieren.

    Hoppla! Jetzt komm ich ...

    (Siehe auch --> Yt..)

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